Die Liberalen in Mittelbaden sagen „Ja“ zum Schienenverkehr
Mittelbaden muss seine Position als Innovations- und Technologieregion sichern und weiter ausbauen. Dabei spielen Mobilitätsangebote und eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur als Rückgrat einer prosperierenden Wirtschaft eine wichtige Rolle. Sie sind Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region und für die hohe Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger. Es ist erforderlich, die Infrastruktur des Schienenverkehrs, die sich im Land zunehmend als wachstumslimitierender Engpass erweist, weiterzuentwickeln und dem steigenden Verkehrsaufkommen anzupassen. Die FDP Mittelbaden steht daher hinter dem Aus- und Neubau von Strecken für den Personen- und Güterverkehr.
Karlsruhe liegt im Schnittpunkt der europäischen Magistralen Paris-Budapest und Rotterdam-Genua. Dies eröffnet der Region enorme Chancen für die Zukunft, bedingt aber auch den Ausbau der Schieneninfrastruktur. Daher sagen wir…
Ja zu Stuttgart 21!
Der Bahnknoten Stuttgart stößt derzeit an seine Leistungsgrenzen. Der heutige Hauptbahnhof und seine Zulaufstrecken stellen einen Engpass auf der Magistrale Paris-Budapest dar und müssen dringend ausgebaut werden. Das Projekt Stuttgart 21 beseitigt diesen Engpass, indem der gesamte Bahnknoten Stuttgart neu geordnet wird. Dazu werden knapp 60 km neue Bahnstrecken gebaut, über die Hälfte davon im Tunnel. Es entstehen außerdem drei neue Bahnhöfe, darunter auch der neue unterirdische Hauptbahnhof. Auf den 100 Hektar freiwerdenden Gleisflächen in der Stadt werden innenstadtnahe Wohngebiete und zusätzliche Parkflächen entstehen.
Ja zu Baden 21!
Der als „Baden 21“ bezeichnete viergleisige Ausbau der Rheintalbahn wird den größten Engpass im deutschen Schienengüterverkehr beheben und sichert unserer Wirtschaft im Zuge der Magistrale Rotterdam-Genua sowohl den Anschluss an die Nordseehäfen als auch an die Wirtschaftsräume südlich der Alpen. Wichtige Bausteine von Baden 21 sind u. a. der Bau des Rastatter Tunnels, eines Offenburger Tunnels sowie eine Bündelung der Bahntrasse mit der Autobahn A5. Dies sorgt auch für mehr Lärmschutz für die lärmgeplagte Bevölkerung an der bestehenden Bahntrasse.
Ja zur Neubaustrecke Wendlingen-Ulm!
Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm halbiert die Fahrzeit von Stuttgart und Ulm, da sie im Personenverkehr die über die 160 Jahre alte Strecke über die Geislinger Steige ersetzen wird, welche mit einer Streckengeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern den Anforderungen moderner Hochgeschwindigkeitszüge nicht gewachsen ist. Die neue Bahntrasse verläuft größtenteils landschaftsschonend entlang der Autobahn A8. Durch die Neubaustrecke sinken die Fahrzeiten von Karlsruhe in Richtung Ulm, München und Wien deutlich und Karlsruhe wird noch besser in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz eingebunden.
Neben der europäischen Dimension ist uns auch der Nah- und Regionalverkehr sehr wichtig. Jeden Tag sind Tausende Pendler auf der Schiene unterwegs und entlasten damit die überfüllten Straßen der Region. Wir wollen den Regionalverkehr weiter ausbauen und sagen daher…
Ja zum Bahnprojekt Stuttgart-Ulm!
Die Realisierung von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm schafft auch im Regionalverkehr ganz neue Möglichkeiten. Umsteigefreie Verbindungen und ein erweitertes Bahnnetz verbessern das Angebot im Regionalverkehr deutlich. Die Regionen im Land können zukünftig durch Stuttgart hindurch umsteigefrei verbunden werden, zum Beispiel auf der Strecke von Karlsruhe über Stuttgart nach Ulm und an den Bodensee. Die Anzahl der Direktverbindungen – z. B. zum Flughafen Stuttgart – wird landesweit maximiert. Dies bedeutet kürzere Reisezeiten und mehr Komfort durch ein dichteres Netz und umsteigefreie Fahrten.
Ja zu Anbindung des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden!
Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden konnte in den vergangenen Jahren seine Fluggastzahlen kontinuierlich steigern und ist im Rahmen eines landesweiten Luftverkehrskonzepts weiter zu ertüchtigten. Für eine nachhaltige Erfolgsgeschichte ist ein direkter Anschluss an die nahe Autobahn A5, eine verbesserte Nahverkehrsanbindung mit Bus und Stadtbahn sowie eine direkte Schienenanbindung an die Rheintalbahn notwendig. Im Zusammenhang mit der durch Stuttgart 21 entstehenden Anbindung des Stuttgarter Flughafens an das Fernverkehrsnetz wären somit langfristig sogar umsteigefreie Direktverbindungen zwischen den beiden größten Flughäfen im Land möglich.


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